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Film
„Begnadigung“ von Jan Jakub Kolski - Zum Nationalen Gedenktag an die Verfemten Soldaten
01.03.2019 Polnisches Institut Wien

Der Film Begnadigung von Jan Jakub Kolski erzählt die Geschichte eines Abschieds im Polen der Nachkriegszeit. Hanna und Jakub trauern um ihren Sohn Wacław. Er wurde im Herbst 1946 vom polnischen Sicherheitsdienst gedemütigt und anschließend erschossen. Hanna und Jakub reisen durch ganz Polen, um ihren Sohn fern von zu Hause an einem stillen Ort in Würde begraben zu können. Wacław war ein Soldat der polnischen Heimatarmee (AK), die bis 1945 gegen die deutsche Okkupation und nach Kriegsende gegen die neue, von Moskau gesteuerte, kommunistische Regierung in Polen kämpfte. Die Reise der Eltern durch ein Land, das noch immer von der albtraumartigen Atmosphäre der Nachkriegszeit beseelt ist, wird zu einer metaphorischen Expedition in die Tiefen der menschlichen Seele. Zugleich ist der Film ein Versuch, eine neue Definition des Menschseins zu ergründen – des Menschseins in einer Welt, in der sich Nachbarn bekämpfen und der Feind unerwartet zum Verbündeten werden kann.

Regie und Buch: Jan Jakub Kolski

Mit Grażyna Błęcka-Kolska, Jan Jankowski, Michał Kaleta, Krzysztof Globisz u. a.

PL 2018, OmdU, 100 Min.

Veranstalter: Polnisches Institut Wien. Partner: Polnisches Institut Düsseldorf, Polnisches Institut Berlin