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Geschichte
Jan III. Sobieski – Ein polnischer König in Wien. Ausstellung
06.07.2017 Österreichische Galerie Belvedere – Winterpalais, Wien

Am Donnerstag, den 6. Juli 2017 wurde im Belvedere Museum die Ausstellung „Jan III. Sobieski. Ein Polnischer König in Wien“ eröffnet. In der Ausstellung werden Exponate u.a. aus den vier bedeutenden polnischen Residenzen präsentiert – dem Wawel Royal Castle in Krakau, dem Royal Castle in Warschau (Zamek Królewski w Warszawie) sowie dem Museum of King Jan III’s Palace in Wilanów (Muzeum Pałacu Króla Jana III w Wilanowie) und dem Royal Łazienki Museum in Warschau (Muzeum Łazienki Królewskie).

Der polnische König Jan III. Sobieski (1629–1696) ist untrennbar mit der Geschichte Wiens verbunden: Als Oberbefehlshaber des vereinten Entsatzheeres befreite der polnische König die bedrängte, fast schon verloren geglaubte Stadt am 12. September 1683 aus der mehrwöchigen Belagerung durch die Osmanen. Mit diesem entscheidenden Sieg sicherte er sich einen Platz in der Weltgeschichte. In seiner Heimat wurde er als Herrscher der einstmals mächtigen Polnisch-Litauischen Republik und als siegreicher Militär, nicht zuletzt aufgrund der schicksalhaften Teilungen Polens im 18. Jahrhundert, zur nationalen Identifikationsfigur eines zwischenzeitlich zerfallenen Landes.

Durch verschiedene Exponatgattungen – Gemälde, Preziosen, kunstgewerbliche Objekte, Militaria und Memorabilien – wird ein umfassendes und lebendiges Bild der Persönlichkeit von Jan III. Sobieski vermittelt. Neben biografischen Hintergründen seine Person betreffend legt die Ausstellung thematische Schwerpunkte auf seine Rolle als Feldherr und Patron der Künste und Wissenschaften.

Am Eröffnungsabend sprachen: Stella Rolling (Generaldirektorin der Österreichischen Galerie Belvedere), Maike Hohn (Kuratorin der Ausstellung), Paweł Jaskanis (Direktor des Museums of King Jan III’s Palace in Wilanów), Jürgen Meindl (Leiter der Kunst- und Kultursektion im Bundeskanzleramt) und Hans Jörg Schelling (Bundesminister für Finanzen).

Die Ausstellung wird von Maike Hohn und Konrad Pyzel kuratiert und ist bis 1. November 2017 zu sehen.