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Große polnisch-österreichische Freundschaften: G. Leber-Hagenau und ihre polnischen Freunde
22.06.2017 Polnisches Institut Wien

Am Donnerstag, den 22. Juni 2017 standen im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Polnischen Instituts Wien „Große polnisch-österreichische Freundschaften“ Gerda Leber-Hagenau und ihre polnischen Freunde im Mittelpunkt des Abends.

Gerda Leber-Hagenau wurde 1918 in Łódź geboren. Mit 24 Jahren kam sie nach Wien, von wo aus sie das Geschehen in Polen immerfort aufmerksam beobachtete und den Kontakt zu vielen ihrer polnischen Freunde über Jahre hinweg aufrechterhielt. Sie war als Publizistin, Schriftstellerin, Übersetzerin, Historikerin, Lyrikerin und Verlegerin tätig und legte in ihrer Arbeit stets großen Wert auf den kulturellen Dialog zwischen Polen und Österreich. Für ihre völkerverbindende Arbeit wurde sie mit zahlreichen Preisen in Österreich, Deutschland, Polen und den USA geehrt. Gerda Leber-Hagenau starb 2004 im Alter von 85 Jahren.

Über das Leben von Gerda Leber-Hagenau sowie ihre Beziehungen zu Polen und zu ihren polnischen Freunden und Bekannten sprachen Prof. Dr. Krzysztof A. Kuczyński von der Universität Łódź (Professor für Germanistik sowie Politikwissenschaft und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen aus dem Bereich der deutschen Literatur des 19. und des 20. Jahrhunderts, der Geschichte deutsch-polnischer Beziehungen sowie der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur) und Prof. Dr. Theodor Kanitzer (Präsident der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft, Präsident der Internationalen Chopin-Gesellschaft sowie Präsident der Internationalen Föderation der Chopin-Gesellschaften, der sich für die Bewerbung der Musik Chopins sowie für den kulturellen Dialog zwischen Polen und Österreich seit vielen Jahren einsetzt).

Nach dem Gespräch mit Prof. Dr. Krzysztof A. Kuczyński und Prof. Dr. Theodor Kanitzer wurde der Film „Professorin Gerda“ von Jolanta Roman-Stefanowska gezeigt, der viele interessante Informationen über Gerda Leber-Hagenau lieferte. Im Publikum waren mehrere Personen anwesend, die Gerda Leber-Hagenau persönlich kannten, u.a. als besonderer Gast – der Sohn Leber-Hagenaus, Titus Leber, der als Regisseur und Multimedia-Künstler tätig ist.