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Geschichte
„Tatort Loibltunnel. Baustelle des Teufels“
04.05.2017 Polnisches Institut Wien

Das KZ-Arbeitslager Loibl – Loibl Süd auf slowenischer und Loibl Nord auf Kärntner Seite – war eines von vielen Nebenlagern des KZ Mauthausen. Die Insassen, zum größten Teil Polen, Franzosen, Italiener, Slowenen, aber auch Personen anderer Herkunft, mussten ab 1943 in einem 14-Stunden-Dienst am Bau der Loiblpass-Straße und des Loibltunnels als Verbindungs- und Nachschubweg (in das damals von der deutschen Wehrmacht überfallene Jugoslawien) für den NS-Staat mitwirken. Anfänglich waren etwa 800, später etwa 1.800 Häftlinge auf beiden Seiten des KZ Loibl inhaftiert.

Das KZ-Nebenlager in den schroffen Karawanken, auch Hölle in den Bergen genannt, gilt als eines der härtesten Nebenlager von Mauthausen. Der Film erzählte vom Hintergrund und Ausgangspunkt dieser grausamen Geschichte. Ehemalige Häftlinge und Zeitzeugen erinnerten sich, erzählten vom Alltag, den Fluchtversuchen, dem Wirken des SS-Lagerarztes Sigbert Ramsauer und der Grausamkeit der SS.

Einführende Worte in den Abend sprachen: Ferdinand Macek, Regisseur des Films sowie Prof. Dr. Peter Gstettner vom Mauthausen Komitee, die über ihre Arbeit an dem Film, die Suche nach den Zeitzeugen, den Weg zu wichtigen Dokumenten sowie über das Schweigen der Einheimischen über die Geschichte des KZs erzählten.

Nach den Vorpremieren in Kärnten sowie in Wien wurde der Film mehrmals im ORF III gezeigt.