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Feierlicher Abend anlässlich polnischer Nationalfeiertage
02.05.2017 Polnisches Institut Wien

Am Dienstag, den 2. Mai 2017 wurden im Polnischen Institut Wien der Tag der polnischen Nationalfahne, der Tag der Auslandspolen sowie der am 3. Mai zu feiernde Tag der Verfassung vom 3. Mai 1791 begangen. Um den durchaus wichtigen Anlässen gerecht zu werden, hatte das Polnische Institut ein reichhaltiges Programm vorbereitet.

Begonnen wurde mit den offiziellen Ansprachen: von Mag. Rafał Sobczak, dem Direktor des Polnischen Instituts Wien, Mag. Artur Lorkowski, dem Botschafter der Republik Polen in Österreich sowie Dr. Aleksander Korybut-Woroniecki, dem Generalkonsul der Republik Polen in Österreich.

Anschließend kam die Eröffnung der in Kooperation mit der Zeitschrift „Polonika“ vorbereiteten Ausstellung „Polnische Patrone des Jahres 2017“. Die Ausstellung präsentiert große Persönlichkeiten und Ereignisse der polnischen Geschichte, die vom polnischen Parlament zu Patronen des Jahres 2017 gekürt wurden und ist im Polnischen Institut Wien noch bis Ende Mai 2017 zu sehen.

Daraufhin wurde das Museum der polnischen Nationalhymne in Będomin von dessen Leiter Mag. Przemysław Rey vorgestellt. Das weltweit einzige Museum der Nationalhymne befindet sich in einem Gutshaus aus dem 17. Jahrhundert in Będomin bei Danzig, wo der Autor von „Dąbrowskis Mazurka“, Józef Wybicki, zur Welt gekommen war. Das ganzjährig geöffnete Museum gehört zum Muzeum Narodowe (Nationalmuseum) in Danzig. Neben seiner Ausstellungs- und Bildungstätigkeit präsentiert und bearbeitet das Museum Sammlungen, die mit Józef Wybicki und seiner Epoche zusammenhängen, sowie auch die mit „Dąbrowskis Masurka“ in Verbindung stehenden historischen Andenken aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Ausklingen ließ man den Abend mit einem Konzert mit Werken von Maria Szymanowska, die von Violetta Kowal (Sopran), Christophe Pantillon (Violoncello) und Małgorzata Brodniewicz (Klavier) interpretiert wurden.

Szymanowska war eine polnische Klaviervirtuosin und Komponistin des 19. Jahrhunderts und komponierte mehr als 120 Werke vor allem für Klavier: Etüden, Präludien, Tänze, Fantasien, Mazurkas, Menuette und Nocturnes sowie einige Lieder und Kammermusikstücke. Großen Einfluss auf ihr Schaffen hatte ihre enge Freundschaft mit Adam Mickiewicz. Auch der 21 Jahre jüngere Fryderyk Chopin war von Szymanowskas Kompositionen beeindruckt.