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Pater Andrzej Madej OMI – Missionar, Diplomat, Dichter
31.03.2017 Polnisches Institut Wien

Am Abend des 31. März 2017 fand im Polnischen Institut Wien ein Treffen mit einem nicht alltäglichen Gast, Pater Andrzej Madej OMI statt – dem offiziellen Vertreter von Vatikan und Kulturattaché der Apostolischen Nuntiatur in Aschgabat (Turkmenistan), der als Missionar, Diplomat und Dichter tätig ist.

Pater Andrzej Madej ist Superior der Mission sui juris von Turkmenistan. Er wurde 1951 in Kazimierz Dolny geboren. Nach der Oberschule entschied er, dem Orden der „Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria“ beizutreten. Er besuchte das Priesterseminar in Obra, nach dessen Abschluss seine Priesterweihe am 19. Juni 1977 erfolgte. Er studierte u.a. Philosophie an der Theologischen Hochschule in Obra und in Krakau sowie Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und an der Katholischen Universität Lublin. Anfangs arbeitete Pater Madej in Polen, erst später wurde er zur Mission entsandt. In den 1980er-Jahren war als Jugendseelsorger in ganz Polen bekannt; er nahm an der Licht-Leben-Bewegung teil und veranstaltete ökumenische Jugendtreffen und Evangelisierungstreffen beim Rockfestival in Jarocin. Am 29. September 1997 wurde Andrzej Madej zum Superior in der Mission sui juris von Turkmenistan ernannt.

Im Gespräch mit Mag. Joanna Ziemska, Dolmetscherin und Vorsitzende des Klubs der Professoren beim Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, erzählte Pater Madej über sein Alltagsleben und seine Missionsarbeit in Turkmenistan. Anhand zahlreicher Fotografien brachte Pater Madej dem zahlreich erschienenen Publikum das Leben in Turkmenistan näher, sowie seine Bewohner und polnische Akzente rund um die Wüste Karakum. Pater Andrzej Madej präsentierte zudem seine neuesten Gedichte.

Als musikalische Umrahmung des Abends trat die Harfenistin, Miriam Adefri auf.