© Werner Kmetitsch und Perndl + Co  
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Musik
Polnische Hochzeit von Joseph Beer
08.12.18, 19:30 Oper Graz

Polnische Hochzeit
Joseph Beer

Operette in drei Akten mit Prolog
Libretto und Texte von Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Unter der Musikalischen Leitung von Marius Burkert wird am Samstag 8. Dezember 2018 um 19:30 die Premiere stattfinden.

Ein verkleideter Freiheitskämpfer, sein Onkel mit bedenklichem Blaubart-Komplex, der bereits die sechste Hochzeit mit einer natürlich noch (!) jüngeren Frau plant, eine höchst kreative, willensstarke Nachbarin, auch bekannt und gefürchtet als „Wildkatze“ und eine feierlustige Gesellschaft treffen in dieser wortwitzigen, frechen Operette der Irrungen und Wirrungen von Joseph Beer aufeinander, um die Hochzeit des Jahres, ja vielleicht des Jahrhunderts, zu feiern: Das Silber wird geputzt, die Garderobe entstaubt, das Fest der Eitelkeiten und Köstlichkeiten kann beginnen! Joseph Beers Musik tanzt dabei zwischen Operette und Musical, zwischen Jazz, Klezmer und Walzer – höchste Dramatik gepaart mit berührender Sentimentalität, wenn es heißt: „Herz an Herz, Hand in Hand, wird die Welt zum Märchenland“.

Die umjubelte Uraufführung fand 1937 in Zürich statt, von wo aus die Operette ihren Siegeszug über rund 40 Bühnen antrat. Der kometenhafte Aufstieg des kompositorischen Wunderkindes fand ein Ende, als sich Österreich 1938 Nazi-Deutschland anschloss und Beer nach Frankreich fliehen musste. Die geplante österreichische Erstaufführung mit Richard Tauber wurde von den Nationalsozialisten verhindert, und Joseph Beer geriet in Vergessenheit. Erst 2012 fand die österreichische Erstaufführung im Rahmen des Wiener Operettensommers statt. In einer Inszenierung von Regisseur Sebastian Ritschel wird dieses Feuerwerk der Operette nun erstmalig die Grazer Opernbühne zum Funkeln bringen.

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