© Elżbieta Mazur  
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Musik
Klavierabend „SCHUBERTIADE” von Elżbieta Mazur
30.01.18, 19:00 Bank-Austria-Salon im Alten Rathaus, Wien

Er gab der Poesie Töne und Sprache der Musik – diese Worte Grillparzers fassen in einem Satz zusammen, was der geniale Komponist in seinem kurzen Leben geleistet hat. Franz Schubert gilt vor allem als Schöpfer des romantischen Liedes. Auch in seinen zahlreichen Klavierwerken folgte Schubert dem Instinkt des „Liedermachers“ und lässt die Zuhörer oft hinter der Phrasen einer Melodie ein verborgenes Gedicht vermuten. Mit der Fähigkeit, mit den Tönen die Emotionen und Gefühle ausdrücken zu können, gab Schubert seiner Musik eine neue, von subjektivem Empfinden geprägte Aussagekraft.

Wollte ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz. Und wollte ich wieder Schmerz nur singen, ward er mir zur Liebe. Diese zwei Gefühle, Liebe und Schmerz, beherrschten Schuberts Leben und prägten sein Schaffen. Seine Musik ist introvertiert, ohne Effekthascherei. Sie schmeichelt nicht der Eitelkeit eines Virtuosen, verlangt aber von ihm viel Einfühlungsvermögen und bescheidene Zurückhaltung. Der Komponist spricht zu uns mit jeder einzelner Note, aber oft flüstert er nur und manchmal mischt unter eine heitere Melodie die pochende Unruhe und tiefe Traurigkeit.

Adresse:
Bank-Austria-Salon im Alten Rathaus, Barocksaal
Wipplingerstraße 8, 1010 Wien

Eintritt: freie Spende.